3. Dezember 23: Kunstsignal im Advent

Der Kunstverein Defacto Art lädt – wie auch schon in den vergangenen Jahren -in seinem „Kunstsignal im Advent“ Bedürftige aus den gesellschaftlichen Rändern, Nichtsesshafte und andere Hilfebedürftige ein.
An allen dem Verein bekannten Orten verteilt er seine Einladungskarten. Auf seiner Karte kann der Empfänger eine Ziffer sehen, die ihn zum Eintritt und zum Empfang eines kleinen Weihnachtspäckchens berechtigt.
Schon Wochen vorher werden Päckchen von Vereinsmitgliedern - wie auch von LN – Lesern - gepackt, die dann festlich bunt auf der Bühne der schön dekorierten Halle auf die Empfänger warten und zu einem späteren Zeitpunkt ausgegeben werden.
Bei alkoholfreiem Punsch , guter Suppe, Kaffee und Kuchen sowie einer Menge süßer Naschereien kommt unter den Menschen dann nicht nur Stimmung auf, sondern viele wollen reden. Mitglieder des Vereins setzen sich zwischen die Gäste und sorgen für lebhafte Kommunikation.
Da blättern Menschen ihr Leben in dichten Gesprächen auf, es offenbart sich, dass manch einer so ziemlich alle denkbaren Höhen und Tiefen einer Biografie durchlebt hat. Da ist von Geld, eigener Firma und heiler Familie die Rede wie auch vom plötzlichen oder langsamen Absturz ins gesellschaftliche Abseits. Und gleichzeitig ist überall zu spüren, dass es den Mut zur Zukunft gibt und dass diese Einladung so verstanden wird, dass Menschen wie sie richtig wahrgenommen werden. Die vielen Kunstwerke an den Wänden fordern zu Diskussionen heraus, was Kunst diesen speziellen Gästen sagen kann.